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Rabat, den  30.01.2007

VOM HERRN KHALIHENNA OULD ERRACHID,
PRÄSIDENTEN DES KÖNIGLICHEN KONSULTATIVRATES FÜR SAHARAANGELEGENHEITEN (CORCAS)
AN
HERRN JAMES MORRIS
EXEKUTIVDIREKTOR DES PAM

Betreff: Aufschluss über das Los der humanitären Hilfe für die Festgehaltenen in den Lagern von Tindouf

Unsere Aufmerksamkeit wurde auf die mit Schärfe umgangene Kampagne der Polisario und einiger algerischen Medien über die humanitäre Situation der Festgehaltenen in den Lagern von Tindouf gelenkt.

Ich beehre mich, mich Ihnen zuzuwenden, um Ihnen folgende Aufschlüsse darüber zu geben:
Der von der Front Polisario und genauer gesagt vom so genannten Rote Sahraouihalbmond (CRS) ausgelöste Notruf über die humanitäre Situation der Festgehaltenen in den Lagern von Tindouf in Algerien kann nichts anderes als ein Werkzeug des Propagandaapparats der Polisario und einiger algerischen Medien sowie als einen reinen lügnerischen Vorwand betrachtet werden, um die internationale Hilfe weiter zugebilligt zu bekommen, von der aber nur ein Häufchen der Dirigenten der Polisario profitiert.

Polisario hat in dieser Perspektive erklärt, dass die Lager der Festgehaltenen in Tindouf mit «einer imminenten Hungersnot », wegen der Erschöpfung der Nahrungsproduktvorräte,  bedroht ist, sich im selben Rahmen auf ihre propagandistische These, auf eine angebliche Ernährungsstudie, die vor „einer dramatischen Situation in den Lagern“ gewarnt hat, stützend.
Diese Studie hat vorgegeben, dass 66% der Frauen, deren Alter zwischen 15 und 45 Jahren variiert, dass 62 % Kinder unter 5 Jahren, blutarm sind, und dass sich die Quote der Mangelernährung bei den Kindern auf 35% beläuft.

Eine Unzahl der Beobachter fragen sich nach den unangekündigten Objektiven dieser Propagandakampagne bezüglich der « kritischen Situation in den Lagern », wie worauf die algerischen Medien und der mehrmals vom so genannten (CRS) ausgelöste Notruf bezogen haben.

Seit mehr als 30 Jahren, Polisario macht die Bewohner der Lager von Tindouf als unerschöpfliche Tauschmünze und als Handelsfonds in Benutzung, um diese humanitäre Hilfe,  die dauernd von einigen Dirigenten der Polisario unterschlagen wird, und darauf auf differente Märkte abgesetzt wird, zusammenzulegen.

Dieses Häufchen der Dirigenten der Polisario möchte sich nicht davon frei machen und bereichert sich maßlos hinterrücks der Festgehaltenen von Tindouf, die jegliche Sorte der Qualen und der familiären Abtrennung erleiden.

Man lässt eine verhärtete Administration durchleben und man unterhält eine nicht demokratische Entität. Anhand solcher Akten, Polisario versucht, die internationale Gemeinschaft in die Irre zu führen, während die ganze Welt durch und durch solchen  Manövrierungen bewusst ist.

In der Tat, die humanitäre Hilfe hat nicht abgenommen, aber es sind die Dirigenten der Polisario, die die Lager von Tindouf in einen großen Laden zu ihrem Nutzen verwandelt haben, wo sie jegliche Sorte von von den internationalen humanitären Instanzen unentgeltlich in Empfang genommenen Waren, vermarkten, die ursprünglich und prinzipiell den Festgehaltenen der Lager von Tindouf bestimmt sind. Aber durchaus nichts.

Wie ist es dazu gekommen, dass Polisario vor Hunger schreit, während die differenten Nahrungsmittel der humanitären Instanzen der Bevölkerung von Tindouf vor aller Augen verkauft werden, anstatt der festgehaltenen Sahraouibevölkerung in den Lagern von Tindouf unentgeltlich verteilt zu werden?

Diese differenten Waren, darunter Mehl, Öl, Nudeln, Reis, Linsen, Thon und Sardinenkonserven und Milchpulver, sowie jegliche Sorten des Schulbedarfs der differenten internationalen humanitären Instanzen, werden täglich auf die Märkte von Zouerat (in Mauretanien) und selbst in Tindouf abgesetzt.

Was die algerische Hilfe anbetrifft, darunter Benzin, Heizöl, Ersatzteile und Schulbedarf, sie wird täglich in Tindouf, in Bachar und in Zouerat in denselben Umständen verkauft.

Diese Hilfe, von einem Häufchen der Dirigenten der Polisario unterschlagen, per ihnen angehörende Lastwagen befördert, wird täglich nach Marktpreis in den unterschiedlichen Verkaufspunkten im Norden und entlang die mauretanische Grenze vor aller Augen in Zouerat, in Bir Oum Grain, im Süden Algeriens, in Tindouf und im Norden Malis vermarkt.

Das Königreich Marokko hat regelmäßig vor den Exekutivinstanzen des Hochkommissariats für Flüchtlinge HCR und vor dem Welternährungsprogramm PAM die Unterschlagung der humanitären Hilfe angezeigt. Es hat dauernd den Hochkommissariat für Flüchtlinge erbeten, sich von der effektiven Ankunft der Beihilfe an die wahren Empfänger durch geeignete Strukturen der zuverlässigen Annahme, der zuverlässigen Kontrolle, der zuverlässigen Überwachung und der zuverlässigen Verteilung zu vergewissern. Diese Besorgnisse wurden dank der Berichte einer Unzahl der Verantwortlichen der « Polisario » bestätigt, die in das Mutterland Marokko zurückgekehrt sind.

Ihre Offenbarungen wurden von einer Unzahl der internationalen Nichtregierungsorganisationen bestätigt, insbesondere vom „amerikanischen Komitee für Flüchtlinge und für Immigranten“ (USCRI), von der „Stiftung Frankreich-Freiheiten“ und  vom „europäischen Zentrum für strategische Intelligenz und für Sicherheit“ (ESISC). Diese Letzten haben, mehrmals, die Aufmerksamkeit der internationalen Gemeinschaft auf dieses Phänomen der Unterschlagung und auf seine Auswirkung auf die humanitäre Situation der festgehaltenen Bevölkerung in den Lagern von Tindouf gelenkt.

Parallel dazu, die Inspektionsbüros des HCR und des PAM haben, im März 2005, eine gemeinsame Inspektionsmission  ausgeführt, die die Unterschlagung der humanitären Hilfe bestätigt hat. Dieser Ermittlung zufolge, diese zweien Organismen haben gemeinsam beschlossen, die humanitäre Beihilfe im September 2005 zu 90.000 Personen statt 158.000 Personen zu reduzieren.

Er für seinen Teil, der Gemeinschaftsamt für die Antihinterziehungsbekämpfung (OLAF), hat, seit 2003, seine eigene Ermittlung bezüglich der rückläufigen Informationen und Berichte über die Unterschlagung der humanitären Hilfe durchgeführt, um die exakte Anzahl der Berechtigten festzulegen.

Die Unterschlagung der Hilfeprodukte ist ebenfalls von einigen algerischen Journalisten entlarvt worden, die gewissenhaft weit die Augen über das humanitäre Drama in den Lagern von Tindouf aufgerissen haben.

Bericht wurde insbesondere von der Tageszeitung "Ech-Chourouk" (am 25.07.2005) erstattet, von der der Erstaunen so groß war, als sie die den Lagern von Tindouf bestimmten Produkte als feilgeboten in den Märkten der Stadt Bechar (889 Km im Sudwesten Algeriens) entdeckt hat.

Weshalb schreit dann Polisario vor Hunger, während sie sich anschickt, am nächsten 27. Februar in Tifarity grandiose Festivitäten und eine zu sehr kostspielige militärische Parade dank der internationalen Hilfe zu organisieren, die nichts für die in den Lagern von Tindouf festgehaltene Bevölkerung nach sich bringt, im Gegenteil?  

 Es ist ersichtlich geworden, dass Polisario die Lager hält aus dem einfachen Grund, dass diese Letzten eine reine Schöpfungsquelle der Einnahmen und eines aufblühenden Handels konstituiert. Die Versorgung wird also eine politisch- händlerische Angelegenheit.

Die Existenz der Lager dient als Begründung dafür, um die internationale Hilfe zugebilligt zu bekommen. Nun ohne diese Lager, Polisario dürfte nicht existieren.

Darüber hinaus, wir erbitten die Eröffnung einer internationalen Ermittlung, um dahinter zu kommen, wie die humanitäre Hilfe, die den Lagern von Tindouf  bestimmt ist, hauptsächlich in den Märkten Mauretaniens, Algeriens und Malis vermarkt wird, und wie derer Tausende von Sahraouifestgehaltenen, die derer bedürftig sind, beraubt werden.

Polisario zielt konsequenterweise darauf ab, durch seinen blinden Alarm und durch seine ausgestoßene Bedrohung der « imminenten Hungersnot», sich fortwährend auf Kosten der Festgehaltenen von Tindouf zu bereichern und die Existenz dieser Lager, die nur den eigenen Interessen ihrer Dirigenten Dienst leistet, zu verewigen.

Wir werfen uns die Frage auf, warum Polisario und Algerien die Organisation durch die vereinten Nationen einer gerechten und deutlichen Zählung der Festgehaltenen von Tindouf abgelehnt haben. Nun, die präsentierte Anzahl der 158.000, widerspiegelt auf keinem Fall die Realität, daher, der ehemalige Generalsekretär der vereinten Nationen, Herr Kofi Annan, hat sie in seinem letzten Saharabericht herabgesetzt und sie auf 90.000 heruntergebracht, eine Ziffer, die uns unexakt vorkommt und über die Realität hinweggeht.

Die Zurückweisung der Zählung durch die Polisario und Algerien kann nichts anderes als eine Betrügerei und al seine reine und einfache Manövrierung betrachtet werden, man wird es nicht genügend wiederholen, um die Wahrheit zu maskieren, die in den Lagern der Festgehaltenen in Tindouf  vorherrscht, und um die ungebührliche Hilfe weiter zugebilligt zu bekommen. 

Wir ersuchen Sie darum, dass diese Hilfe ohne Unterbrechung seinen Fortgang nimmt, vorausgesetzt dass sie aber zu ihren wahren Empfänger gelangt, nämlich zu den Festgehaltenen der Lager von Tindouf.

Um zu garantieren, dass die Empfänger von dieser humanitären Hilfe profitieren, sie muss  direkt vom Welternährungsprogramm (PAM) und vom Hochkommissariat für Flüchtlinge (HCR) und nicht von den Dirigenten der Polisario, die seit mehr als 30 Jahren die dramatische Situation der den elementarsten Mitteln für ein dezentes Leben beraubten Festgehaltenen der Lager  ausnutzen, verteilt werden.

Diese Dirigenten, die auf jedem Weg versuchen, sich daraus voll und ganz Profit zu ziehen und die Aufrechterhaltung seines Sicherheitsapparats in den Lagern fortbestehen zu lassen.

Um dies bewerkstelligen zu können, wir rufen den Hochkommissariat für Flüchtlinge HCR und das Welternährungsprogramm PAM dazu auf, die Kontrolle über den gesamten Prozess  der humanitären Hilfe zu nehmen, d.h.: über die Beförderung, über die Lagerung, über die Schlüssel der Lagerungsgeschäfte, über die Überwachung und über die Verteilung dieser humanitäre Hilfe und dass Polisario auf keinem Fall und auf keinem Niveau in dieser Operation intervenieren darf.

Wir rufen ebenfalls diese Organismen dazu auf, Inspektoren zu entsenden, da wo diese Hilfen betrügerisch verkauft werden, täglich sowie massiv in aller Ehrlichkeit die Berechtigten, im vorliegenden Fall, die Bewohner der Lager von Tindouf, zu zählen, und Polisario dazu zu zwingen, die Festgehaltenen der Lager von Tindouf zu den Ihrigen zurückkehren zu lassen und sie nicht mehr als politische Waffe zu instrumentalisieren.

Um so mehr, da nun wir aus zuverlässigen Quellen in Erfahrung gebracht haben, dass die Dirigenten der Polisario vor kurzem allen Familien der Festgehaltenen der Lager von Tindouf im Laufe des rezenten Besuchs der gemeinsamen Kommission des PAM und des HCR, befohlen haben, die sich nach der Nährsituation der Festgehaltenen in den Lagern erkundigen wollte, zu sagen, dass sie Hunger und einen absoluten Elend erleiden.

Dieselben Dirigenten der Polisario haben von der algerischen Polizei von Tindouf begehrt, alle Waren und Nahrungsprodukte, die den Festgehaltenen der Lager bestimmt sind und die gewöhnlich und regelmäßig der lokalen Bevölkerung von Tindouf verkauft werden, verschwinden zu lassen.

Befehl ist in diesem Sinne von der algerischen Polizei den Händlern gegeben, um  diese Produkte vom lokalen Markt, insbesondere vom freitägigen Wochensouk von Tindouf,  verbergen zu lassen, und worauf strenge Strafsanktionen gesetzt wurden.

Den Versicherungen der Bewohner der Lager der Festgehaltenen zufolge, die Dirigenten der Polisario haben die Geschäfte und die Lagerungsorte der Waren und der Nahrungsprodukte entleert und haben sie weit von der Wüste befördert, um sie vor der Ankunft der Kommission zu verbergen und auf diese Art eine vorherrschende Elendsituation in den Lagern vorzuzeigen. Und dies, um jeglichem Versuch der Reduzierung der von den genannten Organismen gewährten Hilfe vorzubeugen und um sie der exakten Anzahl der Festgehaltenen der Lager entsprechend zu machen.

Die Zeit hat sich verändern lassen, man sollte jetzt den Weg der Autonomie einschlagen, um diesen Sahraouibürgern zu erlauben, in aller Würde und in dezenten Bedingungen zu leben, ein normales Leben ohne Erpressung von Niemandem führen zu können und sich völlig ihrer politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechten unter anderem zu erfreuen.

Die neue Manövrierung der Polisario kann als nichts anderes interpretiert werden, als einen hoffnungslosen Versuch, die Aufmerksamkeit von den Azimutaktionen abzulenken, die alle darauf abzielen,  die Situation durch eine politische definitive Lösung für die Saharafrage zu entblockieren, derer Unterlage nichts anderes als das Autonomieprojekt unter marokkanischer Souveränität konstituiert, das vom Marokko in Beantwortung der Aufrufe der internationalen Gemeinschaft vorgeschlagen wurde.

Wir bleiben, für jegliche Information in ihrer völligen Verfügung, die dabei behilflich sein kann, hinter die Wahrheit dieser Angelegenheit zu kommen.

Genehmigen Sie den Ausdruck unseres tiefsten Respekts.

Unterzeichnet:
Herr Khalihenna Ould Errachid,
Präsident des CORCAS

 

   
  
 

 
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